SPÖ Wohnpaket lässt Kärnten veralten

SPÖ Wohnpaket - Mag. Paul Perkonig
SPÖ Wohnpaket - Mag. Paul Perkonig

SPÖ Wohnpaket führt sich ad absurdum

Das SPÖ Wohnpaket: Nach der verunglückten, weil nicht zielführenden Gesetzesnovelle der Wohnbauförderung, die unterm Strich Kärnten veralten lässt, der nächste Zuruf, diesmal aus Wien. Gerichtet an die Immobilientreuhänder, die lt.  Bundes-SPÖ, der inhaltlich auch die SPÖ Kärnten folgt, ab sofort auf die Leistung der Maklerprovison der MieterInnen verzichten sollen.

Die Bundes-SPÖ möchte das Maklerhonorar für MieterInnen abschaffen. Die SPÖ Kärnten unterstützt diesen Plan (SPÖ Wohnpaket) von Bundesparteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner. „Leistbares Wohnen als Grundrecht, das kein Luxus werden darf, aufgrund der Maklerprovision bedroht zu sehen, ist für uns nicht nachvollziehbar“, so der neue Fachgruppenobmann der Kärntner Immobilientreuhänder, Mag. Paul Perkonig. „Bei einem Dreijahresvertrag dürfen der Mieterin/dem Mieter maximal ein Monatsmietzins an Provision verrechnet werden. Es gilt das Erfolgsprinzip, d. h., dass ein Honorar gesetzlich nur nach erfolgreicher Vermittlung verrechnet werden kann. Der Höchstbetrag der Maklerprovision ist bereits durch die Novelle des BGBL II 268/2010 festgelegt. Die darin gesetzlich festgehaltenen Höchstwerte wurden im Vergleich zu den vorherigen Werten ohnehin bereits um ein Drittel bzw. um die Hälfte gesenkt.“ Außerdem hat die Einführung des Bestellerprinzips in Deutschland nachweislich bewiesen, dass Nachteile für die MieterInnen entstanden sind.

MaklerInnen sind ihr Geld wert

Tatsache ist, ein Immobilienmakler ist sein Geld wert. Immerhin nimmt er dem Interessenten viele Aufgaben ab und verhindert Risiken. Mit dem ausgebildeten Experten hat man einen objektiven Partner für eine sorgenfreie Vermittlung gefunden. Er trägt eine große Verantwortung, denn seine Aufgabe besteht in der bestmöglichen Zusammenführung von Angebot und Nachfrage. Er vermittelt Kauf- und Mietobjekte. Um dies zum Nutzen aller Kunden und der Wirtschaft optimal umzusetzen, bedarf es einer umfassenden beruflichen Ausbildung. Erwähnt werden sollte jedenfalls, dass dem Makler keine gesonderte Entschädigung für Werbekosten, Besichtigungen, Fahrtspesen, etc. zustehen und zudem sein Pauschalhonorar wie o. e. nur im Erfolgsfall fällig wird.

Mietkostenerhöhung contra Indexanpassung

Lt. SPÖ sind die Mieten im Schnitt um 80 Prozent gestiegen. Auch diesen Punkt weisen die Immobilientreuhänder Kärnten zurück. Tatsache ist, die Mieterhöhungen folgten in den letzten Jahren größtenteils nicht einmal der Indexanpassung. Vielmehr sind die wahren Preistreiber die im Verantwortungsbereich der Kommunen liegenden Betriebskosten. Mag. Paul Perkonig weiter: „Ja, die Politik hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Wohnen leistbar bleibt, dies wird jedoch nicht durch die Abschaffung des Maklerhonorars erreicht! Ständig wird der Immobilienbranche der Schwarze Peter zugeschoben. Eine Branche, die in den vergangenen Jahren für verbesserten und vermehrten Wohnraum gesorgt hat. Ich appelliere deshalb an die Politik, ehrliche und bedachte, nicht jedoch populistische Lösungsvorschläge vorzulegen.“

 

Pressekontakt Wirtschaftskammer Kärnten |
Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder Kärnten