Immobilienmarkt Kärnten: Was ist möglich?

Immobilienmarkt Kärnten

Immobilienmarkt Kärnten – Prognose für 2018

Für den Immobilienmarkt Kärnten prognostizieren die RE/MAX-Experten eine generell steigende Immobilien-Nachfrage (+3,9%), aber auch ein geringeres Immobilienangebot (-1,3%) und damit Luft nach oben für die Kärntner Immobilien-Preise (+5,2%).

Für Eigentumswohnungen in Top-Lagen wird ein Plus von über 7% prognostiziert, begründet mit einem ebenso massiven Nachfrageschub, in Stadtrand-Lagen sollen die Wohnungspreise um +4,6% anziehen, jedoch in Landgemeinden um -3,6% nachgeben. „Die Auslöser dafür, nämlich massive Verwerfungen in der Nachfrage, sind offensichtlich eine Folge der schleichenden Bevölkerungsbinnenwanderung, die Kärnten am Land besonders negativ trifft und in Ballungsräumen und an den Seen profitieren lässt“, sagt Nenning.

Parallel, aber abgeschwächt, verläuft die Prognose für Neuvermietungen mit frei zu vereinbarendem Mietzins: in Top-Lagen ein Plus von 5,2%, in Randlagen +2,4% und in Landgemeinden – trotz erheblicher Verbesserung zur Vorjahresprognose – noch immer ein Minus von -3,4%.

Für Baugrundstücke liegt die Experten-Erwartung bei spürbaren +3,3% Wertzuwachs, für Einfamilienhäuser bei +3,4% und für land- und forstwirtschaftliche Flächen – aufgrund eines sehr knappen Angebots – bei +2,5% Wertsteigerung.

 

Immobilienmarkt Kärnten – Seeboden / Spittal

„In den Oberkärntner Talgemeinden ist bei den Immobilienpreisen ein leichter Rückgang zu vermerken, während in den Seen- und Schigebieten eine leichte Steigerung bei den Immobilienpreisen festzustellen ist“, sagt Susanne Pertl, Büroleiterin von REMAX Impuls in Seeboden am Millstätter See. In den Seen- und Schigebieten herrscht bei Eigentumswohnungen eine große Neubauaktivität, demgegenüber ist das Angebot bei bestehenden Eigentumswohnungen eher gering. Die Preise für Eigentumswohnungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die teuersten Eigentumswohnungen haben einen Seezugang und werden mit bis zu 5.700 Euro pro m² angeboten, gefolgt von Seeblick-Wohnungen (bis zu 4.800 Euro pro m²) und von den zentralen Eigentumswohnungen mit 3.600 bis zu 5.200 Euro pro Quadratmeter (Penthouse-Wohnungen).

Das Angebot an Mietwohnungen ist in der Region gering, die Preise sind moderat gestiegen.

Bei Einfamilienhäusern im unteren Preissegment bis 200.000 Euro ist das Angebot gering, die Nachfrage jedoch stetig wachsend. Im mittleren Preissegment bis 400.000 Euro ist das Angebot gleichbleibend, während im oberen Preissegment das Angebot leicht rückläufig ist.

Das Angebot bei Baugrundstücken ist gut. In Landgemeinden ist bei Baugrundstücken mit rund 30-50 Euro pro m² und in den Randlagen der Stadtgemeinden mit rund 70-90 Euro pro m² zu rechnen, entscheidend ist jedoch die individuelle Gestaltung und die Lage bzw. der Ausblick der Liegenschaften.

„Ein wesentlicher Vorteil der Region ist, dass sie das ganze Jahr attraktiv ist und viele Freizeitmöglichkeiten bietet und somit einen Wohnstandort mit toller Ganzjahresqualität darstellt“, erläutert Pertl. „Dennoch sind die Preise im Vergleich zu anderen Kärntner Regionen noch immer moderat und die Uferbereiche noch nicht überlaufen.“


Immobilienmarkt Kärnten – Klagenfurt

„Der Immobilienmarkt Kärnten hat sich 2017 sehr gut entwickelt“, sagt Daniel Lobnik, MSc, Geschäftsführer RE/MAX Pro in Klagenfurt. „Bei Wohnungen und Häusern sind die Verkäufer wie schon 2016 aufgrund der guten Nachfrage in einer sehr guten Position. Die stetig steigende Nachfrage führte zu höheren Preisen.“ Bei Mietwohnungen ortete der Immobilien-Experte 2017 eine geringere Nachfrage als 2016. Gesucht werden Klein- und Gartenwohnungen von Studenten und Mitarbeitern im Umfeld größerer Institutionen. Das Interesse an Einfamilienhäusern ist in Klagenfurt und im Speckgürtel der Landeshauptstadt sehr hoch, je weiter von Klagenfurt entfernt desto geringer. Gesucht sind Einfamilienhäuser außerhalb von Klagenfurt – mit einer Fahrzeit zur Stadt von rund zehn bis fünfzehn Minuten – in der Preisklasse von 150.000 bis 180.000 Euro. Der Immobilien-Experte stellt weiterhin einen moderaten Preisanstieg bei Einfamilienhäusern fest.

Für 2018 erwartet Lobnik weiterhin eine gute Nachfrage bei Immobilien: „Schließlich kaufen viele Kunden, weil Immobilien Sicherheit bieten und ihnen die derzeitige Zinssituation und der erwartbare Wertzuwachs passt.“

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